Die Verlagsredaktion wollte von drei klassischen Jodlerklubs im Zurzibiet wissen, ob die Aufnahme ins Unesco-Weltkulturerbe an ihren Klub-Gepflogenheiten etwas verändert hat. Rede und Antwort standen Lisette Lehmann vom Jodlerklub vom Studenland, Mathias Peter vom Jodelklub am Rhy und René Keller vom Echo vom Surbtal.
Jodeln ist Unesco-Weltkulturerbe. Wie kam das beim Verein an?
René Keller: Diese Nachricht hat uns gefreut, wir haben mit einem Glas Wein darauf angestossen. Wir finden es gut, dass das Brauchtum so nicht in Vergessenheit gerät.
Lisette Lehmann: Wir alle hatten Freude, dass dem Jodeln diese Ehre zuteil wird. Aber eine Euphorie ist deswegen nicht ausgebrochen (schmunzelt).
Mathias Peter: Wir haben uns sehr gefreut: Weltkulturerbe bedeutet aber auch Verantwortung. Wir wollen zeigen, dass Jodeln lebt. Darum verbinden wir Tradition mit neuen Ideen. Ganz nach dem Motto: Der Tradition verbunden, für den Wandel der Zeit offen.
Hat sich an Ihrem Liedgut seit 2025 etwas geändert?
René Keller: Wir sind seit jeher "e chli verrückti Cheibe", sind immer am Experimentieren und probieren teilweise ungewöhnliche Sachen aus. So hatten wir auch schon Auftritte zusammen mit Dudelsackspielern, anderen Chören, auch eine Jazz-Formation war schon dabei. Wichtig ist uns einfach, dass alles, was wir machen, einen Bezug zu unserem schönen Brauchtum hat.
Lisette Lehmann: Wir bleiben unserer Linie treu. Zu unserem Liedgut gehören seit jeher traditionelle Lieder, etwa von Adolf Stähli. Wir haben aber längst auch moderne Jodellieder in unserem Programm.
Mathias Peter: Wir pflegen nebst den traditionellen Liedern jetzt auch moderne. Wir kombinieren unsere Auftritte mit modernen Musikstücken und neuen Arrangements. Traditionelle Lieder sind uns wichtig und gleichzeitig haben wir den Mut, Neues auszuprobieren. So bleibt Tradition lebendig.
Was hat Sie seinerzeit bewogen, dem Klub beizutreten?
René Keller: Meine Mutter ist eine Innerschweizerin. Bei Verwandtschaftstreffen wurde immer gesungen und "bödelet". Als mich ein Kollege dann fragte, ob ich nicht Lust hätte, beim Jodelklub mitzumachen, sagte ich zu.
Lisette Lehmann: Ich singe sehr gerne, kam jedoch eher zufällig zu den Studenländern. Eine Jodlerin gab damals den Austritt, worauf ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, ihren Part zu übernehmen.
Mathias Peter: Ich wechselte den Klub, da ich bei den Zurzi-Jodlern den Mix aus Ehrgeiz und Leidenschaft für Qualität bereits beim Schnuppern spürte. Unsere musikalische Leitung Olivia Labhart ist eine bestbenotete Jodlerin, die genau diese Qualität auch von uns einfordert.
Ist es schwer, Jodeln zu lernen?
René Keller: Jein, man sollte singen und den Ton halten können bzw. bereit sein, das zu lernen. In einem klassischen Jodelchor gibt es vier Begleitstimmen, der Jodel kommt dann noch über die Begleitstimmen und wird in der Regel nur von ein bis vier Jodlern gesungen. Wer regelmässig übt, lernt das problemlos.
Lisette Lehmann: Früher war ich in einem gemischten Chor im Emmental dabei. Als ich dann vom Jodlerklub vom Studenland angefragt wurde, ob ich Lust am Jodeln hätte, sagte ich zu. Jodeln zu lernen ist nicht ganz einfach. Es gibt schnelle Wechsel zwischen der Kopf- und Bruststimme. Hier muss man einfach die Sprünge sauber machen. Dies braucht Übung und auch ein wenig Begabung. Aber wer mit Freude dabei ist, lernt das schon.
Mathias Peter: Nebst der Chorprobe haben wir bei unserer musikalischen Leitung Einzelunterricht. Generell kann jede und jeder das Jodeln lernen. Der harmonische und reibungslose Wechsel zwischen Kopf- und Bruststimme ist das wichtigste Element dabei. Wenn sich dann noch Mut, Disziplin, Stimmsicherheit, ein gutes Gehör und Freude verbinden, gibt's ein tolles Ergebnis.
Was bedeutet Ihnen das Jodeln?
René Keller: Für mich ist Jodeln ein schönes und wichtiges Hobby, ein toller Ausgleich zum Alltag. Nach jeder Probe auch wenn ich zuvor gestresst oder genervt war - bin ich wieder zufrieden. Es ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Zudem schätzte ich die Kameradschaft in unserem Verein, man ist füreinander da.
Lisette Lehmann: Es bringt mir viel, da ich schon immer gerne gesungen habe. Die Proben sind meist streng, umso schöner ist dann das gemütliche Beisammensein danach. Jodler sind gemütliche, gesellige Zeitgenossen. Zudem entschädigen die Auftritte für die intensiven Proben.
Mathias Peter: Nach eineinhalb Stunden Probe geht es einem einfach gut, egal wie der Tag vorher war. Mich fasziniert die Möglichkeit, Tradition mit Moderne zu verbinden. Trauffer und Co. machen es uns vor.
Das Jodlerfest 2022 in Bad Zurzach haben diese drei Jodlerklubs zusammen mit der Alphorngruppe Zurzibiet auf die Beine gestellt. Seither organisieren sie einmal pro Jahr einen gemeinsamen Anlass. Heuer sind die drei Jodlerklubs an der Kulturnacht am 9. Mai dabei. Der erste Auftritt ist um 18.30 Uhr in der ref. Kirche Bad Zurzach, der zweite Auftritt in Küssaberg um 20.15 Uhr im Gemeindezentrum. Alle weiteren Auftritte der drei Jodlerklubs im Jahr 2026 findet man auf deren Websites.
Auto Meier AG - die automobile Zukunft im unteren Aaretal

Nach 67 Jahren als familiengeführter Betrieb übergaben Franziska und Roland ErneMeier die Geschicke der Auto Meier AG in neue Hände: Florian Caplazi, Pascal Gut und Markus Rindlisbacher übernahmen per 1. Januar 2026 den Garagenbetrieb in Kleindöttingen. Die Nachfolger teilen die Werte und Visionen der Vorgänger und sie werden Traditionen und Neues verbinden und den gewohnten Standard fortsetzen.
Die drei Fahnen vor dem Garagenbetrieb verheissen viel Neues: Der Start ins neue Jahr beginnt mit einer grossen Erweiterung des bestehenden Angebots. Neben der bisherigen Händlervertretung von Opel und deren Modellen gibt es neu im Showroom der Auto Meier AG alle aktuellen Fahrzeuge von MG und Maxus zu bestaunen.
Auf Jahresbeginn wurde zudem das Garagenkonzept "Just Drive" eingeführt, womit die Auto Meier AG die erste Wahl für Reparatur- und Servicearbeiten für alle Automarken ist.
Nicht verpassen darf man das "Angrillen" vom Samstag, 28. Februar 2026, an welchem die Besucher zu einem Getränk eine feine Wurst vom Grill geniessen können. Zudem kann bei dieser Gelegenheit das grosse Fahrzeugangebot von Neuwagen und Top-Occasionen entdeckt werden.
Auto Meier AG
Hauptstrasse 253
5314 Kleindöttingen
Telefon: 056 245 18 18
info@automeierag.ch